Archiv für die Kategorie ‘Marketing’

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Viral-Brainstorming

13. August 2009

Schauen Sie uns bei der Ideenfindung zu einem Washmittel-Viral über die Schulter:

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Offener Brief an Bill Gates / Microsoft

25. Mai 2009

Hallo Mr. Gates,

still confused about what WEB 2.0 is all about?

No idea what it can do for you?

Here is ONE solution:

I read in the newspaper that your marketing staff has lost some orientation while searching for a convenient name for your new search engine.

Consequently following the principles of Web 2.0 you simply need a worldwide contest.

Step 1:
Name proposals – everyone can propose nice and funny names simply by entering them on your web-site together with the e-mail address.

Step 2:
Preselection – the top 100 names are filtered from the proposals and published.

Step 3:
Jury – every Internet user can vote for 5 names.

The authors of the 10 best ranked names win really – I mean really – attractive prices.
The winner will get a flight to ISS as a space tourist if in good physical condition or wins something similar.

At the end of the day there should be a name better than any other ….

And the most positive, moving and branding Microsoft marketing campaign ever -

And millions of e-mail addresses for which your marketing staff should have some fantasies what to do with them.

That’s the big picture so far. Nevertheless there are a lot of details to be discussed in a strategic marketing approach. Just ask the experts (us)!

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Online-Marketing in Krisenzeiten

17. April 2009

Letztens wurde ich von einer Freundin gefragt, wie sich die derzeitige Wirtschaftskrise auf die Auftragslage unserer Branche auswirkt; insbesondere im Bereich des Online-Marketing. Meine Antwort war im Wesentlichen folgende: Gerade in Krisenzeiten können es sich Unternehmen nicht leisten unsichtbar zu sein. Sie müssen Präsenz zeigen.

Es liegt auf der Hand, dass gerade in Zeiten einer Finanzkrise Umsätze steigen oder zumindest gleichbleiben müssen, um als Unternehmen bestehen zu können. Nun ist allerdings ein Effekt einer solchen Krise der, dass Menschen ungern Geld aus der Hand geben können oder wollen. Dieser Umstand ist auch dadurch bedingt dass es zur Zeit kaum Kredite für Unternehmen gibt. Nun liegt natürlich der Schluss nahe, bestimmte Ausgaben einzuschränken, was nicht selten den Bereich des Marketing trifft. Also schrauben viele Unternehmen diese Aktivitäten zurück und verringern dadurch automatisch ihre Präsenz am Markt, bedingt durch den subtilen Rückgang der Wahrnehmung ihrer Kunden.

Auf den ersten Blick ist die Krise also schlecht für das Geschäft von Unternehmen, deren Dienstleistungsangebot im Marketing angesiedelt ist. Auf den zweiten Blick wird einigen Unternehmen klar, dass gerade jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, sichtbar zu werden. Wo große Konzerne durch ihre starren Strukturen unflexibel sind, können gerade kleine und mittlere Unternehmen Ressourcen freischaufeln, um in Tätigkeiten zu investieren, die ihnen eine bessere Marktstellung verschaffen. Wo Mitbewerber kontinuierlich das Marketing-Budget kürzen, investieren sie gerade jetzt in innovative Positionierungskonzepte. Und dies ist vor allem Online-Marketing. Krisen sind nicht bloß Gefahren, sie sind vor allem Chancen. Chancen für jene, die kreativ und intelligent damit umgehen.

Gerade Online-Marketing bietet diesbezüglich enorme Vorteile. So haben viele Online-Marketing-Maßnahmen ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungsverhältnis und sind äußerst effizient: Gut gemachte Virals generierten nicht selten exponentiell steigende Zugriffszahlen auf den assoziierten Webseiten. Community-involvierende Maßnahmen wie Corporate Blogging oder Social Networking binden gezielt und nachhaltig Kunden und Partner an das Unternehmen und vermitteln einen positiven, jungen und innovativen Eindruck über selbiges. Suchmaschinenoptimierung lenkt umsatzrelevanten Traffic von Suchmaschinen auf die eigene Seite. Das sind potentielle Kunden, die bereits am Produkt/Dienstleistung interessiert sind und knapp vor der Kaufentscheidung stehen. Conversion Rate-Optimierungen verhelfen Shops und Bestellseiten zu größerer Verkaufseffizienz. Mash-Ups und Web 2.0-Applikationen wie Facebook Apps, sowie Content Syndication Szenarios greifen auf bestehende Communities und potentielle Absatzkanäle zurück. Emotionalisierte Weboberflächen und Medien vermitteln ein positives Image und steigern so auf angenehme, subtile Weise den Absatz. Und natürlich lassen sich dem noch sämtliche allgemeine Vorteile des Mediums Internet hinzufügen. Beispielsweise der weltweite Einzugsbereich potentieller Kunden, um nur einen Aspekt zu nennen.

Nun läßt sich – um auf die anfängliche Frage zurückzukommen – folgende Aussage treffen: Es entsteht ein Shift der Ausgaben: Auf der einen Seite kürzen viele Unternehmen ihre allgemeinen Marketing-Ausgaben, auf der anderen Seite entdecken viele kleine und mittlere Unternehmen das Potential von innovativen Online-Marketing-Aktivitäten. Das merken wir auch bei unserer Auftragslage: Wir können uns nicht beklagen. ;-)

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Mogeln 2.0

26. März 2009

Suuuper Angebot – Entdecken Sie unser WEB 2.0 -Package!

Unser IT-Spezialist (TU-Student) führt Ihr Unternehmen ins Web 2.0.  Profitieren Sie von unserer Typo3-Kompetenz und lassen Sie sich zum absoluten Sonderpreis eine useroptimierte, interaktive Web-Site erstellen, die sie selbst warten können. So lassen sich jederzeit bequem multimediale Inhalte verwalten, Newsletter versenden oder Zugriffsstatistiken erstellen. Schau’n Sie gleich rein, das Angebot gilt nur für kurze Zeit, denn Webmarketing ist die schnellste, günstigste und effizienteste Form um mit seinen Kunden in Kontakt zu treten.

Falls Sie jetzt aus Fassungslosigkeit eine leichte Lähmung verspüren, holen Sie sich ruhig was zu trinken. Auch wenn man es lieber nicht glauben möchte, das ist nicht erfunden, das gibt es wirklich. Ich schau mir dann hin und wieder an, wer mir denn so ausgesuchtes Unverständnis von Web 2.0 mitteilen will, aber ich wundere mich immer seltener, dass es sich meist um durchaus bekannte, gut gehende Agenturen handelt, die nicht gerade frisch am Markt sind.
Vielleicht liegt ja genau da das Problem: Die kommen aus einem sehr traditionellen Verständnis von Werbung und Kommunikation (Stichwort 15% Agenturrabatt) und merken, dass da was an ihnen vorbeifährt, das sie zwar weder genau erkennen können noch verstehen aber es riecht zumindest nach Werbebudget. Also schnell mal ein Logo 2.0, einen Newsletter 2.0 und einen Folder 2.0 gemacht und schon ist der alte Wein (der mangels sinnvollem Verständnis von Web-Design eh nie wirklich geschmeckt hat) in den neuen Flaschen mit dem trendy Etikett. “Web-Marketing” steht da oder “2.0 Boost” oder “Virales Marketing”. Man kann es förmlich greifen, wie sehr sich diese Leute in die Materie vertieft haben.

Und was nun?

Das nahe liegendste wäre ja, derartiger Schmutzkonkurrenz mit indianischer Gelassenheit zu begegnen und am Fluß zu warten, bis sie vorüber treiben, aber man sollte Dinos nicht unterschätzen. Diese Agenturen sitzen üblicherweise bei guten Kunden bereits fett und breit im Sattel und stehen gekonnt im Wege. Oben drein ruinieren sie den ohnehin noch sehr zarten Markt mit derlei Schwachsinnigkeiten.

Es geht also nicht anders, man muss dagegen halten. Es darf nicht sein, dass gestrige Agenturen unwidersprochen ihren Kunden Unsinn über Web-Marketing und Web 2.0 erzählen dürfen. Gerade das kann und soll Web 2.0 ja leisten, dass Kunden ihren Lieferanten weniger glauben müssen und sich informieren können.
Aber ein paar Blogs, Newsletter oder der gleichen bewegen rein gar nichts. Es geht darum, Show Cases zu haben, die unmissverständlich und eindrucksvoll belegen, was Web-Marketing mit Web 2.0 etc. leisten kann, wann es sinnvoll ist, wie es mit anderen, abgestimmten Kommunkationsmaßnahmen zum Konzert wird usw. Und man muss Unternehmen direkt ansprechen, sie aufklären und ihnen Vorschläge unterbreiten.

Man muss die Vernetzung leben.

Unternehmen sollten heute eines ganz besonders schnell erkennen: Kommunikation hat sich von einer Ansammlung singulärer Maßnahmen zu einem kontinuierlichen und intensiven Prozess gewandelt. Wie Paul Watzlawick völlig zutreffend feststellte, “kann man nicht nicht-kommunizieren”. Ein Unternehmen muss heute ständig (neue) Kommunikationsimpulse setzen, um in der stark vernetzten Welt positiv wahrgenommen und emotional relevant zu werden. Das hat damit zu tun, dass Kunden sich heute viel intensiver über Produkte austauschen und bei einem reichhaltigen Angebot gleichwertiger Produkte erlangen jenen mehr Erfolgschancen, welche die effektiveren emotionalen Reaktionen hervorrufen.

“Wir machen die besten Produkte” oder “wäscht weißer als weiß” ist tot. Aber wenn ich eine Frau zeige, die 3 Rieseneinkaufstaschen plus Waschmittelsack aus dem Supermarkt schleppt und der hilfsbereite junge Mann kommt und bietet seine Hilfe an – nur um gleich darauf mit dem Waschmittel abzuhauen, dann weckt das Emotionen. Daraus mach ich dann auch noch eine virale Kampagne auf YouTube und plötzlich wollen mehr Menschen das Waschmittel kaufen als vorher – nicht weil sie meinen, es wäscht so toll, sondern weil sie die Bilder in Erinnerung haben, weil sie unterhalten wurden.

Unsere Werte sind andere geworden. Weiße Wäsche? Egal, sieht eh keiner und solang die Kleidung keine Flecken hat ist, passts ja, aber im Kaufhaus greife ich zu jenen Artikeln, deren Werbung mich berührt hat.

Hier steckt schon einiges an Web 2.0 drin, aber ich wäre genau so dämlich wie die Superagentur aus der Einleitung, wenn ich es punktgenau herausanalysieren wollte. Es geht um Stilfragen, es geht um Wahrnehmungen um Subtiles um Emotionales. Der Möglichkeitsraum handelt weder von Technik noch von Design noch von Content, er handelt von Emotion, Motivation und Inspiration.

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Werbung wird in klassischen Medien an Bedeutung verlieren

28. November 2008

Ich darf Ihnen als Ausgangspunkt dazu einen Blog nahe legen:

bsc:media >>Kunde 2.0

Darin wird auf eine Studie von Booz Allen Hamilton Bezug genommen, die zu folgender Schlussfolgerung kommt, die der Blogger dann als SCHMARRN klassifiziert:

Damit droht die traditionelle Rolle von Medien als Mittler für Produkte zwischen Konsumenten einerseits und Konsumgsterherstellern bzw. Dienstleistern andererseits endgültig verloren zu gehen

In Folge wird dann etwas überaltetes Werberlatein aus der Prä-Internet-Ära verzapft um dieser Einschätzung sowas wie fachliches Gewicht zu verleihen. Die Dynamik wie Entwicklungsfähigkeit des Mediums Internet wird aber völlig ignoriert und BAH unterstellt, sie würden das Internet als Ersatz für klassische Medien betrachten. Nicht dass ich ein Freund von BAH wäre (nein, denen muss ich noch bei Gelegenheit mal ein Ohrenreiberl verpassen) aber sie haben völlig recht, auch wenn sie es ein wenig maturantenhaft ausdrücken.

Schon klar, dass ein gelernter Altmedien-Guru mit derartigen Aussagen hadert, aber wenn schon eine Interpretation der Interpretation gewagt wird, sollte man nicht überinterpretieren. BAH sagt nichts davon, dass das Internet andere Medien ersetzen wird, sondern, dass traditionelle Medien ihre vorherrschende Rolle in der Verkaufsförderung von Konsumgüterartikel verlieren werden. Und das ist bereits heute spürbare Tatsache obwohl die noch im Versuchsstadium befindlichen, völlig neuen Werbe-Ansätze im Internet noch nicht mal richtige Muskeln haben. Man bedenke nur, dass das Computermagazin Chip seit heuer mehr Werbeeinnahmen über online-Services erzielt als über klassische Print-Inserate.
Die Sache ist ja wohl auch mehrdimensional: Zum einen sprechen wir hier über Budgets, genauer gesagt über Kampagnen-Rentabilitäten und da hat das Internet in vielen Bereichen heute schon die Nase vorne. Es wird diese Stellung eher ausbauen und besonders die teuren und unflexiblen Broadcast-Werbefenster finanziell stark unter Druck setzen (Die Minute TV-Werbung auf beliebten Sendern wird man bald unter 1000 € haben können). Zum anderen wird sich der Einsatz verschiedener Medien in der Produktwerbung noch weiter differenzieren, was dazu führen dürfte, dass Kampagnen immer mehrere Medientypen gleichzeitig, aber ganz speziell abgestimmt auf die Charakteristika dieser Typen bespielen werden. Damit ist klar, dass klassische Medien nur dann als Option ziehen, wenn Broadcast-Werbung entweder eine Zielgruppe erreicht, die Internet-phob ist oder wenn die Internet- und Mobil-Kommunikation durch spezielle, Medien-optimierte Elemente komplementär ergänzt werden soll.
Klassische Medien werden in der Produktwerbung nicht mehr die erste Geige spielen. Damit hat BAH völlig recht und mehr wird auch nicht gesagt.

Der Blogger führt dann auch noch als weiteren Beleg für die Wirksamkeit der Massenmedien das Beispiel Saturn/Mediamarkt an: Man könne zwar über Geizhals in der Regel günstiger einkaufen als bei Saturn, trotzdem hat Saturn keine Umsatzeinbrüche, weil der massenmedial infizierte Konsument glaubt einfach die so von Saturn verbreitete Behauptung vom besten Preis. Eine Schlussfolgerung, welche die Plattheit der BAH Conclusio bei weitem übertrifft.
Es mag zwar sein, dass massenmediale Produktversprechen derzeit noch mehrheitlich geglaubt werden, aber das hat ein Ablaufdatum, wie das Cryptonite-Beispiel zeigt. Zu dem sorgen auch andere Faktoren nachwievor für gute Geschäfte der Riesen: Im Internet überwiegt der Versandhandel und Versand- und Nachnahmegebühren fressen oft einen Großteil des Preisvorteils. Bei Saturn kann ich mir einen “Live”-Eindruck von dem Zeug machen und auch optisch vergleichen. Wegen 2% Ersparnis fahr ich nicht extra vom Saturn heim, wühl mich mühsam durch einen kryptischen Online-Shop und alarmiere 3 Tage später meine Nachbarin damit sie die Lieferung für mich entgegen nimmt, weil ich ja sicher nicht zu der Zeit da bin, für die die Spedition die Zustellung angekündigt hat. Ja und der Maxi Zocker Elektronik-Versand in Hintertupfing steht im meiner Vertrauensskala auch weit unter dem Saturn. Nicht was den Preis anbelangt, den kann ich ja vergleichen, sondern was allfällige Garantieleistungen betrifft.

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